Fritillaria - Kaiserkrone - Schachbrettblume

Fritillaria imperialis                                                                                                                                   
Die sagenumwobene Kaiserkrone gehört zur Pflanzenfamilie der Liliaceae, Liliengewächse. Im Volksmund nennt man sie noch Kaiserkron, Königskron, Königslilie und Kronblume. Nach Christlicher Überlieferung neigten alle Blumen am Kreuzweg ihr Haupt, als Jesus das Kreuz auf den Kalvarienberg schleppte. Nur eine Blume weigerte sich, die Kaiserkrone. Zur Strafe hierfür, so heißt es in der Legende, haben ihre Zwiebeln angefangen übel zu riechen und auf ihrem Blütenboden seien glänzende Tränen erschienen. Seitdem trägt die Kaiserkrone ihr Blütenhaupt gebeugt. Tatsächlich verströmen die Zwiebeln einen strengen Geruch. Aber eine traumhaft schöne Blüte verdrängt den für manch einen unangenehmen Geruch. Beheimatet ist die Kaiserkrone in der Türkei, im Iran und Afghanistan, im westlichen Himalaja und Nordindien. Fritillaria imperialis ´Lutea maxima´, die leuchtend gelbe Kaiserkrone, ist mein Favorit im gelben Beet.

Pflege und Kultur
Sie bilden oft schon in der Verpackung ihre ersten Wurzeln, darum müssen die faustgroßen Zwiebeln sofort nach Erhalt tief, ca. 20-25 cm, gepflanzt werden. Die Zwiebeln müssen unbedingt in Schräglage eingepflanzt werden, damit die Feuchtigkeit nicht in dem Loch  des Vorjahrestriebes stehen bleibt und Fäulnis entstehen kann. Sie lieben einen tiefgründigen, durchlässigen, humosen Boden. Eine Zugabe von Sand ist zu empfehlen. Der Standort sollte sonnig sein. Es sind Starkzehrer und das heißt: sie benötigen während des Austriebes und auch noch unbedingt in der Zeit während sich die Blätter einziehen eine Düngung. Meine Empfehlung: Kompost, Vital NT und Guano von Biplantol.

Fritillaria imperialis haben den großen Vorteil, dass sie auf Grund des unangenehmen Geruchs von Wühlmäusen gemieden werden. In großen Gruppen gepflanzt, kann man viele Jahre Freude an Ihnen haben. Sollte die Blühwilligkeit nach einigen Jahren nachlassen, können die Bestände aufgenommen und geteilt werden.


Fritillaria meleagris - Schachbrettblume,                                                                                                                                                                                  
auch Kiebitzei genannt, hat ihren Namen sicherlich durch ihr feines schachbrettähnliches Blütenmuster bekommen. Sie ist bei uns heimisch, wächst aber auch bis in den Mittelmeerraum hinein.
Es ist eine vom Aussterben bedrohte Art, die Wildbestände stehen unter Naturschutz.   
                               
Pflege und Kultur
Pflanzzeit der Schachbrettblume
Ganz wichtig: die Zwiebeln sofort nach Erhalt einpflanzen, da sie klein und zart sind und leicht austrocknen. Ich bewahre die Zwiebeln bis zum Verkauf in Sand auf, so dass sie nicht austrocknen können. Im Garten lieben sie einen Platz, der ihrem natürlichen Standort ähnlich ist. In der Natur bevorzugen sie feuchte Wiesen und Waldlichtungen oder den Rand eines Teiches. Sie säen sich sehr gut aus, eignen sich dadurch hervorragend  zum Verwildern. Wenn sie in Beete gepflanzt werden, sollte man im folgenden Jahr unbedingt beim Hacken auf die kleinen winzigen Hälmchen achten, denn es dauert einige Zeit bis die kleinen Sämlinge eine Blüte bilden können. Wenn ihnen der Standort gefällt, breiten sie sich gerne aus. Das Grüne muss, wie bei allen Zwiebelblühern, bis zum Vergilben stehen bleiben, möchte man im nächsten Jahr noch Freude an diesen entzückenden Frühlingsblühern haben.